Historie Creditreform

1879 - 2014

Gründungsjahre der Vereine Creditreform

Gründungsjahre der Vereine Creditreform Die Gründung der Vereine Creditreform fiel in eine bewegte Zeit: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sorgte die Industrialisierung für starkes Wachstum, tief greifende wirtschaftliche Veränderungen und zunehmende Verflechtungen im Geschäftsverkehr. Stand Deutschland 1870 noch auf Platz 4 der Staaten mit dem größten Produktionsvolumen, so erreichte es um die Jahrhundertwende bereits den zweiten Platz hinter den USA. Moderne Maschinen in der Produktion, der Ausbau des Verkehrswesens, Kolonien, Innovationen in der Landwirtschaft und nicht zuletzt eine gute Portion Pioniergeist trugen zu dieser Entwicklung bei.

Aber diese Entwicklung warf auch neue Probleme auf: Durch das Auseinanderziehen der Märkte und die Expansion des Fernhandels lösten sich die persönlichen Verbindungen zwischen Produzenten, Händlern und Konsumenten immer mehr auf. Die Gewinnchancen waren zwar groß, das Risiko jedoch ebenso. Damit waren dem Kreditbetrug Tür und Tor geöffnet und das Justizwesen bot anscheinend noch keine ausreichende Handhabe gegen eine mangelnde Zahlungsmoral der Schuldner: „Menschliche Schwäche, Mangel an Personal- und Sachkenntnis, Eigennutz und Böswilligkeit stehen einer gedeihlichen Entwickelung der Kreditverhältnisse im Weg“, beschrieb Meyer’s Konversationslexikon von 1889 die Situation. Folge sei die „Untergrabung der Wirtschaftlichkeit von Gläubiger und Schuldner“.

Aus dieser wirtschaftlichen Entwicklung heraus wurde im März 1879 in Mainz der „Verein Barzahlung“ ins Leben gerufen, der zunächst dafür plädierte, die Kreditvergabe abzuschaffen, sich aber im August desselben Jahres entschied, sein Bestreben zu mäßigen: mit der Gründung des „Verein Creditreform zum Schutze gegen schädliches Creditgeben“. Statt den (Lieferanten-)Kredit abzuschaffen, versuchte man nun, die Schwierigkeiten und Missstände im gewerblichen Zahlungs- und Kreditwesen zu beseitigen und das Kreditwesen zu reformieren. Dabei wurden von Anfang an vier Ziele verfolgt:

  • der Schutz der Mitglieder gegen den Missbrauch des (Lieferanten-)Kredits,
  • eine sichere Auskunftserteilung über Geschäftspartner durch Verbindung mit anderen Vereinen nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit,
  • das Einziehen von Außenständen sowie
  • eine allgemeine und zeitgemäße Reform der Kreditverhältnisse.

Der Grundgedanke, Daten über Geschäftspartner zu sammeln und im Netzwerk zur Verfügung zu stellen, um so eine breite Auskunftsbasis zu schaffen, war offenbar überzeugend und fand daher schnell Nachahmer: In den folgenden Jahren wurden in vielen deutschen Städten Vereine Creditreform gegründet, so 1885 der Verein Creditreform Saarbrücken. Alle Vereine schlossen sich im „Verband der Vereine Creditreform“ (VVC) zusammen.

Bereits nach kurzer Zeit machte die Idee auch im Ausland Schule. Creditreform richtete eine Auslandsauskunftsabteilung ein und schloss Gegenseitigkeitsverträge ab, so dass bereits vor dem 20. Jahrhundert von einer starken, international organisierten Vereinigung gesprochen werden konnte. Die Anerkennung, die Creditreform gezollt wurde, beweist die silberne Medaille, die anlässlich der Antwerpener Weltausstellung im Jahr 1885 verliehen wurde.

Und auch von Seiten der Industrie- und Handelskammern erfuhr Creditreform stets Zuspruch. So heißt es in einem Jahresbericht der Kammer zu Frankfurt um die Jahrhundertwende: „Es liegt im Interesse des soliden Handelns, dass gerade die Quellen, die sichere Angaben zu liefern imstande sind, den Auskunfteien erschlossen und leicht zugänglich gemacht werden, und es ist widersinnig, von den Auskunfteien womöglich unfehlbare Auskünfte zu verlangen, ihnen aber bei Erlangungen sicherer Angaben Schwierigkeiten zu bereiten.“

Neben der Erteilung von Auskünften war das Mahnwesen und Inkasso von Beginn an ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld von Creditreform. Während die polizeilichen Maßnahmen den im Jahre 1900 in Kraft getretenen, kürzeren Verjährungsfristen nicht mehr Genüge leisten konnten, wurden das Mahnverfahren und die Suchliste des Vereins immer gefragter. Auf dieser Liste landeten all diejenigen Personen, die „eine zweimalige Mahnung unberücksichtigt lassen, oder die Schuld nicht bestreiten, ferner Schuldner, welche die ihnen bewilligte Zahlungsfrist trotz Erinnerung nicht einhalten oder die versprochenen Abschlagszahlungen trotz Erinnerung nicht leisten oder die Annahme des eingeschriebenen Briefes verweigern“.

Der erste Weltkrieg: Kriegswirtschaft ohne Creditreform

Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, der Erste Weltkrieg, schränkte die Arbeit von Creditreform erheblich ein. Zwar wurden Wirtschaftsauskunfteien als kriegswichtige Betriebe anerkannt, aber in der staatlich gelenkten, seit 1916 fast vollständig auf den Krieg ausgerichteten Wirtschaft („Hindenburg-Programm“) ihr Handlungsspielraum immer mehr eingeengt und ihre Leistungen letztlich überflüssig, denn die Regeln der Marktwirtschaft wurden während des Kriegsverlaufes immer mehr außer Kraft gesetzt: Viele Unternehmen erhielten ungeprüft Rüstungsaufträge vom Staat (dessen eigene Zahlungsfähigkeit nur auf Kredit und der Notenpresse basierte), andere Unternehmen lieferten zur Sicherheit nur noch gegen Barzahlung. Die schwindende Nachfrage nach Informationen traf die Creditreform-Vereine: Sie mussten Personal entlassen oder ihre Mitarbeiter für den Wehrdienst freistellen.

Ende des Jahres 1916 drohte sogar das endgültige Aus für Creditreform, als der preußische Kriegsminister im Zuge der Umstellung auf Kriegswirtschaft eine Verordnung herausgab, die eine verlässliche Recherche und Auskunftserteilung praktisch unmöglich machte. Erst nach heftigen Protesten des Verbandes bei den Kriegsministerien in Berlin und Dresden wurde diese Verordnung schließlich so geändert, dass sich Creditreform mit ihr arrangieren konnte. Und dennoch: Die kriegsbedingte Planwirtschaft machte die Arbeit von Creditreform überflüssig. Außerdem wurden immer mehr Geschäfte in bar erledigt und so stieg die im Umlauf befindliche Bargeldmenge von Mitte 1914 bis Ende 1918 von 7 auf fast 30 Milliarden Mark.

Außerdem erschwerte die Inflation eine klare Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen. Denn Deutschland finanzierte den Krieg nicht über Steuern, sondern über Kredite und durch Kriegsanleihen. Die Niederlage des Deutschen Reiches und der am 10. Januar 1920 in Kraft getretene Versailler Vertrag bedeuteten erhebliche Gebietsverluste für Deutschland 

Das Wunder der Rentenmark läutet Jahre des Aufschwungs ein

Die gesetzliche Einführung der Rentenmark im November 1923 brachte neue Hoffnung ins Land. Neben der Festlegung, dass eine Billion Papiermark fortan 1 Rentenmark seien, wurden der Reichshaushalt sowie die übrigen Haushalte saniert. Auch das Geschäft von Creditreform lebte jetzt, da es wieder feste Werte gab, kräftig auf: In den ersten Monaten des Jahres 1924 war es kaum möglich, den Bedarf an Auskünften zu bedienen. Die Archivmaterialien bedurften einer gründlichen Erneuerung bzw. Überarbeitung. Jeder wollte nun wissen, wer die Schrecken der vergangenen Jahre überstanden hatte. Um die internationalen Beziehungen zu fördern und dadurch Auskunftserteilung und Inkasso-Services verbessern zu können, wurde 1923 bis 1927 das Internationale Komitee von den Creditreform-Verbänden in den Niederlanden, Deutschland, Österreich, Schweden und der Schweiz gegründet. Im gleichen Zeitraum, 1926, entstand der Verband deutscher Auskunftsunternehmen, der seinen Sitz in Berlin hatte und die führenden Unternehmern der Branche vereinte. Mit der Evidenzzentrale für Teilzahlungen schuf dieser eine Clearingstelle zum Austausch von Bonitätsinformationen unter den beteiligten Firmen. Die Vereine Creditreform nutzten die Jahre des Aufbaus zudem dazu, Einfluss auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer Branche zu nehmen. In ganz Deutschland griff ein neuer Optimismus um sich und führte zu einer wirtschaftlichen und kulturellen Blütezeit, geprägt von dem Gedanken an Rationalisierung und Fortschritt. Das jähe Ende dieser lebhaften Jahre brachte der 25. Oktober 1929, der Schwarze Freitag der New Yorker Börse, als Auftakt der bis dahin schwersten Wirtschaftskrise.

Arbeitslosigkeit und Not bilden den Nährboden für das Dritte Reich

Explodierende Arbeitslosenzahlen, die im Frühjahr 1931 bei fast acht Millionen lagen, Angst um die materielle Absicherung und Anzeichen von Moralverlust und Unruhe in der Gesellschaft ließen als Folge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs das nationalsozialistische Gedankengut auf fruchtbaren Boden fallen. Nach der Devise „Arbeit und Brot“ überzeugte Hitlers Regime durch ein neues Sicherheitsgefühl, bekämpfte die Arbeitslosigkeit, investierte unter anderem in die landwirtschaftliche Autarkie, Autobahnprojekte sowie Reichswerke – alles unter bedingungsloser staatlicher Kontrolle, so dass von Marktwirtschaft keine Rede mehr sein konnte. Creditreform stand erneut vor einer Situation, in der den Vereinen die Lebensgrundlage entzogen wurde. Erschwert wurde das tägliche Geschäft zusätzlich durch die politische motivierte Rufschädigung der Auskunftsbranche. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges sank die Zahl der Auskünfte stetig ab, obgleich der Reichswirtschaftsminister 1943 ihre Bedeutung für die Kriegswirtschaft betonte und Vereinfachungen beschloss.

Zum Kriegsende 1945 stand ganz Deutschland vor den Trümmern seiner Existenz, zutiefst traumatisiert und sowohl menschlich als auch materiell zerstört. Die Teilung Deutschlands, Scham und Trauer, die Enteignung von Patenten, Warenzeichen, Gebrauchsmustern, Firmennamen sowie Beschlagnahmungen und Reparationszahlungen lasteten als Kriegsfolgen schwer auf den Schultern der Bevölkerung. Auch Creditreform war am Boden: Viele Mitarbeiter waren gestorben, Büros und Archive vernichtet.

Das Wirtschaftswunder erweckt Deutschland zu neuem Leben

Nach dem Krieg musste Creditreform einen neuen Anfang wagen. Von 423 Geschäftsstellen im Jahre 1939 waren beim ersten Verbandstag 1948 in Hameln nur noch knapp die Hälfte verblieben. Die Geschäftsführer, die die Kriegsjahre überstanden hatten, bauten mit Hilfe ihrer Mitarbeiter aus dem, was an Archivmaterial noch vorhanden war, die Auskunftserteilung neu auf – ein Vorhaben, das nur durch starken Zusammenhalt und gegenseitige Hilfsbereitschaft gelang. Auch die Netzwerke mit dem Ausland mussten wieder aktiviert werden, zunächst mit Österreich, der Schweiz und Skandinavien. Die Auslandsauskunftsabteilung des Verbandes begann kurz darauf, ein Weltarchiv zu errichten. Im Jahre 1947 wurde die Creditreform Zentralverwaltung e.V. gegründet und ihr Sitz von Leipzig ins weniger zerstörte Neuss verlagert. Gut 20 Jahre später, 1969, wurde der ursprüngliche Name »Verband der Vereine Creditreform e.V.« wiederbelebt. 1947 übernahmen Herr Ferdinand Maurer und Herr Quirin Link den Verein Creditreform Saarbrücken. Die Währungsreform 1948 und die Geburtsstunde der D-Mark gaben Deutschland den Impuls, aus seiner Schreckensstarre zu erwachen und nach vorne zu schauen. Der Aufwärtstrend nahm derart ungeahnte Dimensionen an, dass schon bald von einem Wirtschaftswunder gesprochen wurde. Auch für Creditreform brachen wieder erfolgreiche Zeiten an. So betreuten im Jahre 1948 550 Mitarbeiter 26.000 Mitglieder, während die Nachfrage nach Wirtschaftsauskünften laufend stieg. Auch die 1885 erstmals erschienene Verbandszeitung Creditreform wurde ab 1950 wieder herausgegeben, um die Mitglieder mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Die zunehmende Internationalisierung erfordert neue Strukturen

Mit Wiederaufbau und Gründungen ausländischer Geschäftsstellen trug Creditreform in den Jahrzehnten nach dem Krieg den wachsenden Verflechtungen der Weltmärkte und den starken, deutschen Exportaktivitäten Rechnung. Ein weiteres, wichtiges Zeichen für die frühen Stunden der Globalisierung war die Föderation europäischer Kreditschutzorganisationen, FECRO, die im Jahre 1972 von 18 Mitgliedern aus 14 Nationen ins Leben gerufen wurde und noch heute, mittlerweile unter dem Namen FEBIS, besteht. Doch mit dem Ölpreisschock 1973, dem Ende der festen Wechselkurse im internationalen Zahlungsverkehr, steigenden Arbeitslosenzahlen und einer seit 1972 wachsenden Zahl der Konkurse wich die Euphorie des Wirtschaftswunders den Problemen einer neuen Zeit. Creditreform reagierte auf die veränderten Bedingungen mit klaren Zielsetzungen zum Kreditschutz: Information der Unternehmen über existenzbedrohende Gefahren, Hilfen für Kreditgeber durch ein System der Früherkennung von Kreditrisiken und Unterstützung des Gesetzgebers durch empirische Untersuchungen im Bereich Wirtschaftskriminalität, Investitions- und Zahlungsverhalten.

Creditreform investiert in die Zukunft

Im Verlauf der 70er Jahre bewies Creditreform zudem – wie so oft in seiner Geschichte – Zukunftsgeist und befasste sich schon früh mit den Möglichkeiten, die durch neue Technologien entstanden. So war Creditreform 1974 europaweit die einzige Auskunftei mit einem vollständigen Fernschreibnetz. Im Jahre 1978 waren 1.900 Mitarbeiter für die Betreuung von rund 72.000 Mitgliedern zuständig. Auch aufgrund dieser stolzen Dimensionen fiel zum 100jährigen Jubiläum im Jahr 1979, die Entscheidung, die 108 Archive in ein elektronisches Datenbanksystem zu überführen – ein großer Schritt, der sich als richtig erweisen sollte. Seit 1978 fungierte Herr Achim Link, Sohn von Herrn Quirin Link, als Geschäftsführer der Creditreform Saarbrücken Link & Maurer KG.

Digitalisierung und Vernetzung sind der Schlüssel zum Erfolg

Im Jahre 1984 vollzog Creditreform einen bedeutenden Sprung ins digitale Zeitalter: Alle 107 Geschäftsstellen konnten ab sofort auf die Datenbank eines Zentralrechners in Neuss zugreifen. Diese bestand anfangs aus 2.117.618 Datensätzen und wuchs im Laufe eines Jahres auf rund das Doppelte an, so dass sie zur weltweit größten Informationssammlung über deutsche Unternehmen wurde. Ein weiteres Beispiel für die Beschleunigung des Datenflusses war die Einführung eines Bonitätsindexes 1985/1986, der auf einen Blick erkennbar machte, wie es um die Lage eines Geschäftspartners bestellt war. Auch gab es nun eine bundesweite Telefonauskunft. Mit dem Anschluss der österreichischen Vereine an den deutschen Verband, der Aufnahmen von Verbindungen nach Amerika und der Beteiligung an BIGNet, einem europäischen Verbund unabhängiger Wirtschaftsauskunfteien und Informationsdienstleister, konnte Creditreform seine Position weiter stärken.

Der Mauerfall bringt neues Geschäftspotenzial

Mit der deutschen Wiedervereinigung öffnet sich ein weiterer Markt für Creditreform, der rasch erobert wurde. Bereits 1990 wurden 150.000 Auskünfte über ostdeutsche Unternehmen erteilt, obgleich erst am Jahresende mit den DM-Eröffnungsbilanzen verlässliche Werte vorlagen. Auch strebte Creditreform erfolgreich nach Osteuropa, um in allen EU-Beitrittsländern vertreten zu sein.

Die Wertschöpfungskette wird erweitert

Mit den 90er Jahren erweiterte Creditreform seine Dienstleistungskette maßgeblich. So wurden ab 1991 auch Marketinginformationen angeboten. Es folgten 1996 Bonitätsauskünfte über Konsumenten. Kurz vor der Jahrtausendwende gab es noch einige wesentliche Neuerungen: Zum einen entstanden die ersten CrefoFactoring-Gesellschaften, zum anderen wurde 1999 der Internetzugang zur Datenbank geöffnet. Seitdem wurden die Kundenbeziehungen mehr und mehr digitalisiert.

Gründung der Creditreform AG

Im Jahr 2002 gründete Creditreform die Creditreform AG, die die unternehmerischen Aktivitäten der Tochtergesellschaften bündelt und so als Dach der Gruppe fungiert. Die Anerkennung der Creditreform Rating AG im August 2009 als erstes deutsches BaFin zertifiziertes Ratingunternehmen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist ein weiterer wichtiger Meilenstein, der jüngst in die Unternehmensgeschichte einging.

Creditreform heute

Zum 01.01.2014 übernahm Herr Dr. Carsten Uthoff die Geschäftsleitung der Creditreform Saarbrücken Dr. Uthoff KG. Der promovierte Diplomkaufmann übernahm alle KG-Anteile vom bisherigen Geschäftsführer Achim Link. 

Creditreform feiert 2014 den 135. Geburtstag – und nur 0,34 Prozent der deutschen Unternehmen sind älter. Der Schutz des Gläubigers durch die Erteilung von Wirtschaftsauskünften und den Forderungseinzug (Inkasso) ist bis heute die wichtigste Aufgabe von Creditreform geblieben.

Um diese zentrale Tätigkeit hat sich in den letzten Jahren eine weite Palette an Dienstleistungen herausgebildet, die zentral unter dem Dach der Creditreform AG erfolgreich am Markt etabliert sind. Das reicht von den Adress- und Marketingdienstleistungen der bedirect (in Kooperation mit Bertelsmann) und microm über die Verbraucherauskünfte von Creditreform Boniversum, die Creditreform Portfolio Management GmbH (CPM) bis zur Creditreform Rating AG und der jüngsten Tochter, der Creditreform Compliance Services GmbH.

Wirtschaftsauskunft und Inkasso begleiten Unternehmen in Deutschland von Anbeginn an. Ein kurzer Überblick über die Altersstruktur der Unternehmen in Deutschland zeigt, wie traditionsreich Creditreform und seine beiden nach wie vor wichtigsten Dienstleistungen sind. Und sie macht darüber hinaus deutlich, was die umfangreichste Datenbank über Unternehmen in Deutschland an Erkenntnissen zu vermitteln vermag.

Von gut drei Millionen wirtschaftsaktiven Unternehmen (3.028.583) sind nur etwas mehr als 10.000 Unternehmen älter als Creditreform (10.398) – das entspricht 0,34 Prozent aller existierenden Betriebe in Deutschland. Über die Hälfte der aktiven Unternehmen (55,0 Prozent bzw. 1.665.087 Betriebe) sind erst nach der Jahrtausendwende entstanden (2001 bis 2013).

Die folgende Aufstellung gibt im Zusammenhang mit historisch bedeutsamen Einschnitten einen Überblick über das Alter deutscher Unternehmen. Sie zeigt auch, dass der Löwenanteil der Unternehmen (84 Prozent) nicht älter ist als die deutsche Wiedervereinigung 1989.

Gründungsjahr:

Anzahl:

%-Anteil:

1000 – 1878

10.398

0,34

1879 – 1918

29.686

0,98

1919 – 1945

31.864

1,05

1946 – 1988

426.208

14,07

1989 – 2000

865.340

28,57

2001 – 2013

1.665.087

54,98

Gesamt

3.028.583

100

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