Kleine Meldungen

Insolvenzen bei Kreditplattformen

Der Boom für Chinas Volkswirtschaft ist nicht frei von Problemen. Da ist nicht nur der amerikanische Präsident, der mit Drohungen und Zöllen einen Handelskrieg in Gang setzt. Auch die Lage der Währung und damit zusammenhängend die Zahl der Insolvenzen, die ihren negativen Ausschlag an den Börsen finden, sorgen für Unsicherheit. Bei der Währung kann die Regierung mit Stützungskäufen eingreifen, bei einer Vielzahl von Insolvenzen kann oder will sie nicht aktiv werden.

Im chinesischen Internet gibt es eine Vielzahl von Kreditverleihplattformen, die Anleger mit hohen Renditen anlocken. Gewinne, die nicht zu erbringen waren und die für die Insolvenz von hunderten der Plattformen sorgten. Dabei sind kriminelle Machenschaften nicht fern, das Geld der Anleger ist mit den Betreibern verschwunden. Nun soll mehr Aufsicht her – die Mittel der Anleger bleiben jedoch verschwunden und fehlen dem schwächelnden Aktienmarkt.

Kettler bekam die Kurve nicht

Es ist nicht das erste Unternehmen mit einem großen Namen, das in Deutschland in die negativen Schlagzeilen gerät, weil die Insolvenz droht oder schon eingetreten ist. Jetzt wurde zum wiederholten Mal von Kettler ein Insolvenzantrag gestellt – in Eigenverwaltung. Viele erinnern sich an das Kettcar, das, Anfang der sechziger Jahre erfunden, viele Kinder begleitet hat. Und Kettcar war nicht der einzige Verkaufsschlager. Das Unternehmen war auch mit Campingstühlen, Alurädern und Heimtrainern erfolgreich. Produkte die für die Freizeitbedürfnisse standen – ganz im Zeichen des leichten Aluminiums.

Schon 2015 war dem Unternehmen die Luft ausgegangen und ein erster Insolvenzantrag erfolgt, der dann aber mit einem Abbau von Stellen und dem Verkauf der Fahrradsparte wieder zurück in die Erfolgsspur führte. Der Tod einer Erbin 2017 sorgte für Probleme, die man jetzt in einer Eigenverwaltung und mit der Öffnung für einen luxemburgischen Investor bereits bis zum Herbst bewältigt haben will.

Eine Bankpleite kratzt an der Schuldenbilanz

Das ist einmal eine gute Nachricht, im Feld der vielen Meldungen über die zunehmende Verschuldung. Die „öffentlichen Schulden“ liegen zum Ende des 2. Quartals 2018 um 2,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt meldet, liegt die Gesamtheit der öffentlichen Haushalte (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) zum Ende des zweiten Quartals 2018 mit 1.934,4 Mrd. Euro in der Verschuldung. Allerdings ist dies ein Rückgang des Schuldenstands gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent bzw. 46,5 Mrd. Euro. Verglichen mit dem Ende des ersten Quartals 2018 verringerte sich der Schuldenstand um 0,8 Prozent bzw. 14,7 Mrd. Euro.

Der Schuldenabbau fand auf allen Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts statt. Die Verschuldung des Bundes sank gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2017 um 21,0 Mrd. Euro bzw. 1,7 Prozent auf 1.223,0 Mrd. Euro. Der Bund konnte seine aufgenommenen Kassenkredite um 9,9 Mrd. Euro (minus 34,7 Prozent), seine Kredite um 1,4 Mrd. Euro (minus 3,4 Prozent) und seine Wertpapierschulden um 9,6 Mrd. Euro (minus 0,8 Prozent) abbauen.

Einen stärkeren Rückgang wiesen die Länder auf, die zum Ende des zweiten Quartals 2018 mit 574,5 Mrd. Euro verschuldet waren. Dies entspricht einer Abnahme um 3,6 Prozent bzw. 21,4 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Hohe prozentuale Rückgänge gab es in Sachsen (minus 19,5 Prozent), Baden-Württemberg (minus 15,9 Prozent) und Bayern (minus 13,1 Prozent). Hamburg (plus 2,0 Prozent) und Schleswig-Holstein (plus 1,5 Prozent) hatten dagegen einen erhöhten Schuldenstand. In beiden Ländern waren Schuldenaufnahmen im Zusammenhang mit dem Komplex um die HSH Nordbank ein wesentlicher Grund für die Entwicklung.

Und schließlich verringerte sich der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,9 Prozent (minus 4,1 Mrd. Euro) auf 136,5 Mrd. Euro. Mit Ausnahme von Baden-Württemberg (plus 0,4 Prozent) und des Saarlands (plus 0,2 Prozent) haben die Gemeinden und Gemeindeverbände aller anderen Länder ihre Schuldenstände reduziert. Die prozentualen Rückgänge waren in Mecklenburg-Vorpommern (minus 10,1 Prozent), Sachsen-Anhalt (minus 7,5 Prozent), Sachsen (minus 7,1 Prozent) und Thüringen (minus 6,9 Prozent) besonders hoch. Die Sozialversicherung war zum Ende des zweiten Quartals 2018 mit 403 Mio. Euro verschuldet. Auch hier gab es einen Rückgang um 7,1 Prozent oder 31 Mio. Euro gegenüber dem Ende des zweiten Quartals 2017.

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